Polditzer Orgelverein

Events

14. Stille Kammermusik zum Buß- und Bettag

siegfried-pank
  • Date: 18. November 2020
  • Time: 16:30
  • Location: Kirche Polditz

„Hommage an J. S. Bach“

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)
Triosonate G-Dur BWV 525
ohne Bezeichnung – Adagio – Allegro

 

Sonate für Flöte, obligates Cembalo und Viola da gamba Es-Dur BWV 1031
Allegro moderato – Siciliano – Allegro

 

Triosonate d-moll BWV 527
Andante – Adagio e dolce – Vivace

  

Sonate für Violine, obligates Cembalo und Viola da gamba E-Dur BWV 1016
Adagio – Allegro – Adagio ma non tanto – Allegro

 

Triosonate F-Dur BWV 529
Allegro – Largo – Allegro

 

 

Anna Garzuly-Wahlgren, Flöte (Leipzig)
Raúl Teo Arias, Violine (Bamberg)
Natalia Solotych, Cembalo (Bamberg)
Siegfried Pank, Viola da gamba (Leipzig)

 

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Die Künstler

Die ungarische Flötistin Anna Garzuly-Wahlgren studierte in Budapest, München und New York, wo sie ihr Studium mit Auszeichnung abschloss. Schon während ihres Studiums errang sie zahlreiche Preise an den namhaften internationalen Musikwettbewerben in Genf, Scheveningen, Kobe, Markneukirchen und Budapest. Sie war Mitglied im Gustav-Mahler-Jugendorchester unter Claudio Abbado. Mit 24 Jahren wurde sie stellvertretende Soloflötistin  im Gewandhausorchester Leipzig, anschließend 2006-2017 komissarische Soloflötistin. 2017 wurde sie als Professorin für Bläserkammermusik an die Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn-Bartholdy in Leipzig berufen, seit 2019 ist sie auch Professorin für Flöte an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar.

Als Solistin spielte sie Solokonzerte mit dem Gewandhausorchester unter Herbert Blomstedt und Riccardo Chailly. Anna ist eine begeisterte Kammermusikerin und regelmäßiger Gast bei großen internationalen Festivals, sie trat mit verschiedenen Ensembles auf, wie dem Sabine Meyer Ensemble, Linos Ensemble, Gewandhausoktett, „armonia“ Bläserensemble, Münchner- und Leipziger Kammerorchester. Sie ist Gründungsmitglied des renommierten Leipziger Flötenensembles „ Quintessenz“, welches 2016 sein 20 jähriges Jubiläum feierte.

Sie ist eine gefragte Dozentin bei diversen Meisterkursen in Europa und Asien.

 

 

Raúl Teo Arias, geboren in Mexico City, erhielt ersten Violinunterricht von seinem Vater, den Komponisten und Dirigenten E. Arias y Luna. Sein Studium absolvierte er an der Hochschule für Musik München bei den Professoren G. Hetzel (Erster Konzertmeister der Wiener Philharmoniker) und K. Guntner.

1990 war R. T. Arias Finalist beim ARD-Wettbewerb in München, 1991 schloss er an der dortigen Hochschule die Meisterklasse mit Auszeichnung ab.

Als Solist trat er mit den Münchener Symphonikern, den Bamberger Symphonikern sowie mit allen Symphonieorchestern Mexikos auf. Weitere Solo-Konzerte führten ihn nach Belgien, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Ungarn, Südkorea und Japan.

Seit 1993 ist Raúl Teo Arias Stimmführer der 2. Violinen der Bamberger Symphoniker – Bayerische Staatsphilharmonie und seit 2002 auch Primarius des Bamberger Streichquartetts.

 

Natalia Solotych begann ihre Konzerttätigkeit schon in früher Jugend in ihrem Heimatland Ukraine, wo sie Soloabende gab und mit dem Orchester der Philharmonie Charkiw auftrat. Nach ihrer mit Auszeichnung abgeschlossenen Ausbildung zur Konzertpianistin und Klavierpädagogin in Charkiw und am Tschaikowsky-Konservatorium Kiew konzertierte

sie in der Ukraine, Russland und Westeuropa. Darüber hinaus studierte sie die Aufführungspraxis Alter Musik und ihrer Instrumente Cembalo und Hammerflügel sowie Musikwissenschaft (M.A. der Universität Bamberg). 1998 wurde sie als Dozentin für Klavier und Cembalo an die Universität Bamberg berufen.

N. Solotych ist Preisträgerin des Mozart-Hammerflügel-Wettbewerbs Brügge. Sie tritt bei zahlreichen europäischen Musikfestivals (Bach-Tage Berlin, Tage Alter Musik Herne, Festival Mitte Europa, Theatrum Kuks) auf, wirkt in verschiedenen Kammermusikensembles (u. a. der Bamberger Symphoniker und des Leipziger Gewandhaus-Orchesters) mit und produziert für den Bayerischen Rundfunk.

 

 

Siegfried Pank  Schüler der Landesschule Pforta, danach Mitglied des Thomanerchores Leipzig, Violoncello-Studium an der Leipziger Musikhochschule bei August Eichhorn. 1962–1980 Mitglied des Leipziger Gewandhausorchesters.

Intensive Beschäftigung mit der Viola da gamba; Anregungen durch Wieland Kuijken und Jordi Savall
Seit 1980 Dozent, ab 1988 Professor an der Leipziger Musikhochschule,
1991 Gründung und Aufbau der Studienrichtung »Alte Musik«.
Als Solist und Mitglied führender Ensembles Konzerte in ganz Europa, Israel, den USA und Japan.

Aufnahmen für Rundfunkanstalten und den Labels Eterna, Philips, Capriccio/Delta Music, CBC, Hänsler, Intercord, Berlin Classics, Arte Nova, Camerata Tokyo, Raumklang, Querstand und Rondeau. Breites Repertoire: von den Gambensonaten, der Kammermusik sowie den Passionen Johann Sebastian und Carl Philipp Emanuel Bachs (Deutscher Schallplattenpreis 1988) über Händel, Telemann, Vivaldi bis zu Rameau, Marais u.v.a.m.
Aufsätze und Studien zur Aufführungspraxis der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts.
Spezialseminare und Meisterkurse im In- und Ausland, Juror bei nationalen (Deutscher Musikrat) und internationalen Wettbewerben (Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb Leipzig, Telemann-Wettbewerb Magdeburg und Bach-Abel-Wettbewerb Köthen). Er ist Präsident der Internationalen Telemann-Gesellschaft sowie des Internationalen Telemann- und Bach-Abel-Wettbewerbs.

Ehrungen u.a.: 2012  Georg-Philipp-Telemann-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg, 2013 Eitelfriedrich–Thom-Preis in Michaelstein, 2018 Verdienstorden des Landes Sachsen-Anhalt.