Polditzer Orgelverein

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Konzert Leipziger Bach Collegium

Polditz_Leipziger-Bach-Collegium
Sonderkonzert
  • Date: 7. September 2018
  • Time: 19:30
  • Location: Kirche Polditz

Konzert Leipziger Bach Collegium

Leitung: Ludwig Güttler

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Konzertprogramm

 

Gottfried Finger (um 1660-1730)
Sonate Nr.2 C-Dur für Trompete, Oboe, Violine und Basso continuo

  • Allegro
  • Grave – Andante
  • Gigue
  • Adagio – Allegro

Georg Philipp Telemann (1681-1767)
Primeur Quatuor für Flöte, Violine, Violoncello und Basso continuo D-Dur (Nr. 7 der “12 Pariser Quartette”) TWV 43:D3

  • Prélude: Vivement
  • Tendrement
  • Vite
  • Gaiement
  • Modérément
  • Vite

Johann Christian Bach (1735-1782)
Quintett G-Dur für Flöte,Oboe,Violine,Violoncello, und Basso continuo

  • Allegro
  • Allegro assai

Johann Joachim Quantz (1697-1773)
Concerto Es-Dur für Corno da caccia, Oboe, Violine und Basso continuo

  • Allegro
  • Largo
  • Allegro

Pause

Alessandro Poglietti (1. Hälfte 17. Jh. – 1683)
Sonate C-Dur für Trompete, Flöte, Oboe, Violine, Violoncello und Basso continuo

  • Allegro
  • Presto
  • Largo
  • Presto
  • Grave

Antonio Vivaldi (1678-1741)
Concerto g-moll für Flöte,Oboe,Violine,Violoncello und Basso continuo

  • Allegro
  • Largo
  • Presto

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Triosonate G-Dur BWV 1038  für Flöte,Violine und Basso continuo

  • Largo
  • Vivace
  • Adagio
  • Presto

Tomaso Albinoni (1671-1751)
Concerto C-Dur für Trompete,Flöte,Oboe,Violine, Violoncello und Basso continuo

  • Allegro moderato
  • Affetuoso
  • Presto 

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Leipziger Bach-Collegium

  • Ludwig Güttler Trompete und Corno da caccia
  • Karl-Heinz Passin Flöte
  • Bernd Schober Oboe 
  • Roland Straumer Violine
  • Michael PfaenderVioloncello
  • Slawomir Rozlach Kontrabass                
  • Friedrich Kircheis Cembalo 
  • Leitung Ludwig Güttler

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Ludwig Güttler zählt als Solist auf Trompete und Corno da caccia zu den erfolgreichsten Virtuosen der Gegenwart. Durch seinen vielfältigen Wirkungskreis hat er zudem ein weltweites Renommé als Dirigent, Forscher, Veranstalter und Förderer erworben. Nach dem Studium in Leipzig folgte er als Solotrompeter dem Ruf des Händel-Festspiel-Orchesters nach Halle und von 1969-1980 an die Dresdner Philharmonie. Lehraufträge führten ihn an das Internationale Musikseminar Weimar und als Professor an die Dresdner Musikhochschule. Als Solist und Dirigent begeistert Ludwig Güttler im In-und Ausland. Mehr als neunzig hochgelobte Tonträger liegen vor, auf denen er als Kammermusiker, Solist und Dirigent tätig ist. Sein besonderes Interesse gilt seit den frühen achtziger Jahren der Wiederbelebung der sächsischen Hofmusik des 18.Jahrhunderts. Güttlers Forschungen ist es zu verdanken, dass die Konzertliteratur durch zahlreiche vergessene oder bisher unbekannte Werke dieser Epoche reicher wurde.

Güttler hat an der Neuentwicklung des Corno da caccia maßgeblich mitgewirkt. Er gründete 1976 das „Leipziger Bach-Collegium“, 1978 das „Blechbläserensemble Ludwig Güttler“ sowie 1985 das Kammerorchester „Virtuosi Saxoniae“, deren Leiter und Solist er ist.

Er musiziert mit seinen Ensembles und in der Besetzung „Trompete-Orgel“ jährlich in ca. 100 Konzerten. Seit vielen Jahren spielen chorsinfonische Konzerte, die er leitet und Gastdirigate eine zunehmend wichtige Rolle.

Für seine großartigen Leistungen wurde Ludwig Güttler mehrfach ausgezeichnet: 1983 erhielt er den Schallplattenpreis der Deutschen Phonoakademie Hamburg als „Entdeckung des Jahres“, 1989 den Musikpreis Frankfurt für außerordentliche Leistungen in seinem Fachgebiet sowie für das nationale und internationale Musikleben.

Als Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft zur Förderung des Wiederaufbaus der Dresdner Frauenkirche erhielt er 1997 den ersten Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung. 2000 wurde er für seine Verdienste um das Werk Johann Adolf Hasses mit dem „Claus Brendel Preis“ ausgezeichnet. 

weitere Auszeichnungen:

  • 2004 Champagne – Preis für Lebensfreude, 
  • 2004 Johann-Walter-Plakette
  • 2005 Sächsische Verfassungsmedaille
  • 2006 Deutscher Fundraising Preis
  • 2006 Sächsischer Steuerzahlerpreis
  • 2006 Mitteldeutscher Kommunikations-und Wirtschaftspreis „Heiße Kartoffel“
  • 2007 Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der BRD
  • 2007 Officer of the Order of the British Empire (OBE) ehrenhalber
  • 2015 Grosses Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich 
  • 2017 Sächsischer Verdienstorden

Das Leipziger Bach-Collegium gehört zu dem erlesenen Kreis jener Kammermusik-Ensembles, in welchen die Trompete und das Corno da caccia ihre Virtuosität in den Dienst der Kammermusik stellen.

Das Leipziger Bach-Collegium hat sich 1976 auf Anregung von Ludwig Güttler gebildet, um eine spürbare Lücke im Bereich der historischen Musikpflege schließen zu helfen. Das Ensemble hat sich die Aufgabe gestellt, mit dem heute gebräuchlichen Instrumentarium den historischen Spielweisen, der Farbigkeit der Klänge, einer differenzierten Artikulation und rhetorischen Deklamation zu nähern. Das Repertoire des Leipziger Bach-Collegiums konzentriert sich auf die Zeit Johann Sebastian Bachs und greift Werke der Frühklassik auf. Wesentliches Anliegen des Ensembles ist es, das vielfältige noch unbekannte überlieferte Erbe aus dem 17. und 18. Jahrhundert lebendig zu erhalten, indem es bei seinen Darbietungen zu zeigen versucht, daß und wie die Musik dieser Zeit „Freiheit des spielenden Geistes“ ist.

Karl-Heinz Passin (Flöte), geboren in Leipzig und Studium bei Prof. Erich List an der Hochschule für Musik, 1961 Soloflötist Leipziger Gewandhausorchester, Gründungsmitglied des Leipziger Bach-Collegium, Rameau-Trio, Neues Bachsches Collegium, 1988-1993 Mitglied des Bayreuther-Festspielorchesters, Professor an der Hochschule für Musik in Leipzig von 1969 – 2005

Bernd Schober (Oboe) wurde 1965 in Halle/Saale geboren. 1982 Studium an der Hochschule für Musik Leipzig „Felix Mendelssohn Bartholdy“ bei Prof. Glaetzner. 1986 Substitut Gewandhausorchester, 1987 Händelfestspielorchester Halle, 1989 Solooboist der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Gastspielreisen mit dem Orchester führten ihn in mehrere europäische Länder, in die USA, Südamerika und Asien. Kammermusikensembles: 1. Bläserquintett der Staatskapelle Dresden, Kammerharmonie der Staatskapelle Dresden, Bläserensemble Dresden-Berlin, Kammerorchester Musica Juventa Halle, Dresdner Sinfonikern, Virtuosi Saxoniae. 

Schallplatten-, Rundfunk-, Video- und Fernsehaufnahmen, seit Sommer 2000 ist Bernd Schober Solooboist des Bayreuther Festspielorchesters.

Roland Straumer (Violine), geboren in Dresden, Violinunterricht bei Prof. Annemarie Dietze, Studium bei Prof. Manfred Scherzer an der Hochschule Carl Maria von Weber in Dresden.

Er ist Preisträger nationaler und Internationaler Wettbewerbe, 1980 erster Preis und Goldmedaille Maria-Canals-Wettbewerb Barcelona. 

1982 Erster Konzertmeister der Sächsischen Staatskapelle Dresden, solistische Verpflichtungen in Europa und Japan bei Konzerten, Tourneen und Schallplatteneinspielungen mit Herbert Blomstedt, Sir Collin Davis, Bernhard Haitink, James Levine, Seji Ozawa und Giuseppe Sinopoli, 1986 Gründungsmitglied und Konzertmeister der Virtuosi Saxoniae unter Ludwig Güttler.

Michael Pfaender (Violoncello), Studium bei Prof. Milatz an der Hochschule Carl Maria von Weber  Dresden, 1992 1. Solocellist des MDR-Sinfonieorchesters, 1994 bis 1997 ständiger Gast-Solocellist der Dresdner Staatskapelle.

Er ist Mitglied des Dresdner Streich-Trios, Gastspiele in Europa, Asien und den USA, solistische Einspielungen mit Werken von Martinu, Bruch, Haydn, Bischof und Dvorak.

Sławomir Rozlach (Kontrabass) wurde 1971 in Kattowitz / Polen geboren.

1996 bis 1998 Studium an der Hochschule der Künste Berlin bei Prof. Michael Wolf, Preisträger des Kontrabasswettbewerbes A. B. Ciechański in Posen 1992 und des Internationalen Instrumentalwettbewerbes Markneukirchen 1993. von 1992 bis 1997 Stimmführer des von  Claudio Abbado gegründeten Gustav Mahler Jugendorchesters, 1993 – 1996 1. Solokontrabassist beim Schlesischen Kammerorchester in Kattowitz, von 1997 bis 2002 1. Solokontrabassist im Mahler Chamber Orchestra, seit 2002 Gewandhausorchester Leipzig, 

Friedrich Kircheis (Cembalo), erste Kantorenstelle als Schüler, Studium an der Hochschule für Musik in Leipzig bei Schetelich, Köbler und Kästner, 

als Kirchenmusiker und Chordirektor tätig, 1971 Kantor und Organist der Diakonissenhauskirche Dresden, Organist und Cembalist verschiedener  Kammermusikvereinigungen, von 1975 bis 1982 Dresdner Kammersolisten, 1972 Preisträger beim IV. Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettberwerb Leipzig, seit 1979 ständiger Partner von Ludwig Güttler an der Orgel sowie bei den Virtuosi Saxoniae und dem Leipziger Bach-Collegium am Cembalo.

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